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15. Mai | 18.15 Uhr | SWR Fernsehen Wo ist mein Bruder?

Sie ist auf der Suche nach ihrem kleinen Bruder: Beate Seitz. Die Mutter der heute 49-Jährigen hatte mehrere Kinder direkt nach der Geburt zur Adoption frei gegeben. Zwei Geschwister konnte Beate Seitz nach jahrelanger Suche auf eigene Faust finden. Eine Frage treibt die Westerwälderin aber bis heute um: Stimmt ihre Erinnerung an einen kleinen Bruder? Die Mutter schweigt sich bis heute über seine Existenz aus. Es gibt Gerüchte, Hinweise, allerdings keine Klarheit

Ein Fall für Susanne Panter! Seit 15 Jahren ist sie Aufspürerin. Oft gelingt es ihr die Menschen wieder zueinander zu führen, häufig löst sie damit bei den Beteiligten große Freude oder Erleichterung aus.

Manchmal aber kann es auch schief gehen, etwa wenn Menschen mit ihrem alten Leben komplett abgeschlossen haben. Wie wird es wohl im Falle von Beate Seitz‘ Bruder sein? Weiß er überhaupt, dass seine leibliche Mutter ihn weggegeben hat und er adoptiert wurde?


Susanne Panters Job erfordert gerade in solchen Fällen enormes Fingerspitzengefühl, vor allem aber eine detektivische Spürnase und ein weltweit gutes Netzwerk.

Ein Beratungsgespräch für Frau Seitz am Küchentisch

Im ersten Gespräch tauschen sich Seitz und Panter aus

Susanne Panter begibt sich mit Beate Seitz auf Spurensuche nach Augsburg, ihrem Geburtsort. Vor Ort bestätigt die Tante von Beate Seitz ihre Annahme, dass es noch einen jüngeren Bruder geben muss. Wolfgang könnte er heißen, angeblich wurde er von einem Sägewerksbesitzer adoptiert. Die Zahl an Sägewerken rund um Augsburg scheint überschaubar.

Die beiden Frauen wollen vor Ort nachfragen, allerdings behutsam, um nicht weitere Gerüchte zu streuen. Eine schwierige Mission! Bei einem der Sägewerke haben sie das Gefühl, dass ihnen bewusst etwas verschwiegen wird. Lebt dort eventuell der mittlerweile etwa 50.jährige Bruder und wurde ihm vielleicht nie gesagt, dass er adoptiert wurde?

Ein Gespräch im Sägewerk

Die Spur führt ins Sägewerk

Um endgültige Gewissheit zu bekommen, ob der Bruder auch wirklich existiert, will Susanne Panter das Archiv einer großen Tageszeitung durchsuchen: "Es soll eine Geburtsanzeige von Wolfgang gegeben haben", hatte ihr Beate Seitz gesagt.

Die Suche in den alten Zeitungen ist einer dieser magischen Momente, den die empathische Aufspürerin so sehr an ihrer Arbeit mag: in der Vergangenheit stöbern, alte Familiengeschichten ergründen und vielleicht einen Hinweis finden, der ein ganzes Leben verändert.

Panter und Seitz besprechen sich

Auf der Suche nach der Geburtsanzeige des Bruders

Beate Seitz und Susanne Panter sitzen wie gebannt vor den alten Zeitungen und suchen fieberhaft den Namen "Seitz". Wenn der Name des Bruders hier auftaucht, dann ist Susanne Panter sich sicher: "Den finden wir! Egal wo auf der Welt!" Ihr Selbstbewusstsein ist nicht unbegründet: die Erfolgsquote der Personensucherin liegt bei ca. 95 Prozent und über die Jahre hat sie bereits über 3.000 Menschen aufgespürt.

 

Wird sie auch im Falle von Beate Seitz Bruder Erfolg haben?