Bitte warten...

SENDETERMIN So, 8.1.2017 | 14:30 Uhr | SWR Fernsehen

Oldtimer-Traktoren Scheunenschätze I

Verrückte Geschichten von den Traktoren und ihren Besitzern

Um das Video abspielen zu können, benötigen Sie Javascript. Bitte aktivieren Sie dies in Ihrem Browser.

Knatternde Motoren, qualmende Auspuffe und ölverschmierte Hemden - die drei Generationen der Familie Stöhr aus Rottenburg am Neckar haben ein gemeinsame Leidenschaft: seltene Oldtimer-Traktoren, wie zum Beispiel den Lanz Holzvergaser. Sie sollen aber nicht nur schön aussehen, sondern auch fahren. Dafür wird ständig gebastelt, repariert und mühevoll restauriert.

1/1

Bildergalerie

Scheunenschätze - Bildergalerie

In Detailansicht öffnen

Ein Lanz Glühkopf Bulldog D7506 mit Holzvergaser, Baujahr 1942. Angelassen wird er mit Diesel-Kraftstoff – oder Salatöl. Betrieben wird er mit Holzgas, was selbst für einen Oldtimer ungewöhnlich ist.

Ein Lanz Glühkopf Bulldog D7506 mit Holzvergaser, Baujahr 1942. Angelassen wird er mit Diesel-Kraftstoff – oder Salatöl. Betrieben wird er mit Holzgas, was selbst für einen Oldtimer ungewöhnlich ist.

Ein Lanz D7506, der schon 1966 seine Dienste tat. Inzwischen haben Konrad Stöhr aus Rottenburg am Neckar und sein Vater Wolfgang ihn komplett restauriert. Nun sieht er wieder aus wie früher.

Porsche-Schlepper Super B 309, Baujahr 1958 – voller Grünzeug war der alte Porsche-Traktor, verrostet und verbeult. Bis Hermann Unfried aus Zuffenhausen sich seiner annahm und liebevoll restaurierte.

Schon als kleines Kind träumte David Graser aus Aalen davon, einen Traktor sein Eigen zu nennen. Mit 15 Jahren kaufte er sich eine Hela D 117, Baujahr 1955.

Auch Wolfgang Griebel aus Nieder-Olm bei Mainz besitzt ein wahres Schätzchen: einen Hanomag R45, Baujahr. Mit 45 PS war er einer der stärksten seiner Zeit.

Und auch einen Hanomag R16 nennt Giebel sein Eigen. Der R16 hat fast 60 Jahre auf dem Buckel, ist aber leichter und wendiger als sein "großer Bruder", der R45.

Ein Normag NG 20, Baujahr 1952. 62 Jahre ist der Motor jetzt alt und noch nie hat er Besitzer Markus Hehle im Stich gelassen.

Ein Schlüter S450, Baujahr 1963. Seine Markenzeichen: hellroter Lack, hohe lange Schnauze. Er ist der ganze Stolz von Stefan Irch aus Lebach im Saarland

Vorderweidenthal bei Landau: Hier steht ein hellgrüner Schlepper, ein Bautz AS 120, Baujahr 1953, der wie ein Wunder in den Besitz von Pfarrer Johanne Berthold kam.

Ein F22, Baujahr 1941. Bei dem F22 handelt es sich um den ersten von der Firma Fahr hergestellte Ackerschlepper. Viele gibt es heute nicht mehr davon, die wenigen, die es noch gibt, stehen in Museen. Nicht so bei Markus Hehle in Schlier in Oberschwaben, wo der F22 noch voll im Einsatz ist. Die alten Maschinen sind halt einfach nicht unterzukriegen.

Eine Liebe fürs Leben

Hermann Unfried ist ein Rentner aus Stuttgart-Zuffenhausen, David Graser aus Aalen-Ebnat dagegen ist erst 18 Jahre alt und Lehrling. Doch beide eines gemeinsam: Sie sind Besitzer und Sammler alter Traktoren. Der "Junge" hat seinen Hela, Baujahr 1955 selbst gekauft und aufgemöbelt. Und das im Alter von nur 15 Jahren. Der "Alte" nennt unter anderem einen Porsche Super B309, Baujahr 1961 sein Eigen.

Viele Unikate sind im Südwesten noch im Einsatz. Ob nur für Kutschfahrten wie der "Schlüter" oder der "Deutz" während der Weinlese. Selbst Pfarrer Johannes Berthold in Vorderweidenthal in der Pfalz erledigt seine "Arbeiten" rund um die Kirche mit einem Scheunenschatz Bautz AS 120, Baujahr 1953. Der Schlepper sorgt in der Pfarrgemeinde für Aufsehen und ein kleines Wunder.

Bei Landwirt Markus Hehle in Schlier im Kreis Ravensburg ist nicht nur der Fahr-Schlepper F22 von 1941 täglich im Einsatz. Egal ob auf dem Feld oder auf dem Hof, für jede Arbeit hat er den passenden Traktor. Zusammen sind sie einige hundert Jahre alt und funktionieren noch wie am ersten Tag.

Aktuell im SWR