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SENDETERMIN Fr, 4.11.2016 | 0:45 Uhr | SWR Fernsehen

ARD-Themenwoche "Zukunft der Arbeit" Arbeit um jeden Preis - Nepalesen schuften für die WM in Katar

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Die Vergabe der Fußball-WM 2022 durch die FIFA an das Emirat Katar hat für Aufregung in der internationalen Sportwelt gesorgt. Als der Golfstaat unter die Lupe genommen wurde, fand man heraus, was eigentlich schon lange bekannt war: Die Bauarbeiter, hauptsächlich Arbeitsmigranten aus Asien, insbesondere aus Nepal, sind weitgehend rechtlos und schlecht bezahlt. Die Arbeitsbedingungen auf Stadionbaustellen und anderen Infrastrukturprojekten sorgen seit Jahren vielerorts für Empörung. Der Internationale Gewerkschaftsbund ITUC bezeichnet Katar daher als Sklavenstaat. "Arbeiter haben keine Kontrolle über ihr Arbeitsleben", sagt Sharan Burrow, die Generalsekretärin. "Sie verdienen in Katar oft weniger als die Hälfte des versprochenen Lohnes." Esther Saoub erfährt in Katar, dass die rechtlichen Grundlagen für Wanderarbeiter eigentlich gut sind. Der Staat hat die Verantwortung für die Arbeiter jedoch an die Privatwirtschaft weitergereicht. Vor allem Subunternehmer nutzen es aus, dass wenig kontrolliert wird. Stefan Maier reist nach Nepal und sieht dort, dass viele Menschen immer noch unter den Folgen des Erdbebens vom April 2015 leiden. Es verwundert nicht, dass die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung Arbeit in anderen Ländern sucht. Dubiose Vermittler verlangen für Dienste wie Papiere besorgen, Flugtickets buchen und Arbeitsstellen vermitteln, vierstellige Dollarsummen.
In der Sendung werden die sozialen- und Arbeitsbedingungen in Katar untersucht und abgebildet. Zur Sprache kommen dabei auch Arbeitsmigranten aus Nepal, die bei der Entstehung des Großereignisses mitgearbeitet haben.

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