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SENDETERMIN Do, 3.11.2016 | 1:25 Uhr | SWR Fernsehen

ARD-Themenwoche "Zukunft der Arbeit" Der glückliche Patron

Der Filmemacher Friedrich Bohnenkamp zeigt in seinem Film "Der glückliche Patron" eine kleine, überschaubare Welt, weit weg von Globalisierung, von den vernetzten Kommandozentralen des "Big Business." Man erlebt den Alltag eines Handwerkbetriebs, die Fest- und Feiertage eines Dorfes, das im "Alsace bossue", dem sogenannten "Krummen Elsass" liegt. Man erfährt von den kleineren und größeren Sorgen eines mitreißend fröhlichen und optimistischen Familienvaters, der 70, 80 Stunden pro Woche arbeitet, damit nie Millionär werden wird und nur einen Wunsch hat: Dass das Leben genau so weiter geht. Und dass der LKW noch ein paar Jahre hält. . .

Alle klagen: Das junge 21. Jahrhundert steht offenbar völlig im Zeichen von Größenwahn und Gier, die Welt wird regiert Managern, die nur eines kennen: Wachsen. Erfolg durch Größe. Macht. So ist das, offenbar. Aber nicht überall ...
Francois "Franz" Anthony ist durchaus das, was man einen erfolgreichen Geschäftsmann nennen kann. Sein Auftragsbuch ist proppevoll, er hat nicht mehr Schulden als er es verantworten kann, die Kunden sind zufrieden und er, der "Patron" des Familienunternehmens, das seit 1796 an der Rue de Ratzwiller im elsässischen Butten residiert, er ist mit seinem Leben glücklich. "Ich bin froh so wie ich bin," resümiert er, während er seinen 30 Jahren alten LKW durch das Elsass steuert.
Drei Leute hat er fest angestellt: Pierre, Alain und Sylvain. Natürlich könnte Meister Anthony ein zweites Team einstellen, Aufträge gibt es reichlich. "Eine zweite Equipe, die hat keinen Wert, ich arbeite gerne selbst mit und denke, die Arbeiter mögen das auch." Also hockt man zusammen auf den Dächern, im Elsass und in Lothringen - und mittags im Restaurant. Der Franz pflegt noch eine alte Tradition: Man isst zusammen, die Rechnung übernimmt er. "Der glückliche Patron" zeigt eine kleine, überschaubare Welt, weit weg von Globalisierung, von den vernetzten Kommandozentralen des "Big Business." Man erlebt den Alltag eines Handwerkbetriebs, die Fest- und Feiertage eines Dorfes, das im "Alsace bossue", dem sogenannten "Krummen Elsass" liegt. Man erfährt von den kleineren und größeren Sorgen eines mitreißend fröhlichen und optimistischen Familienvaters, der 70, 80 Stunden pro Woche arbeitet, damit nie Millionär werden wird und nur einen Wunsch hat: Dass das Leben genau so weiter geht. Und dass der LKW noch ein paar Jahre hält ...

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